Epilog – Noch einmal Munsalvaesche

Die beiden hatten wie zufällig zueinander gefunden. Und doch ahnten sie, dass eine höhere Macht sie lenkte. Nach der verlorenen Schlacht hatte Vivienne sich in Nacht und Nebel davongestohlen. Bald würden andere Banner über Cymru wehen und das Kreuz, das auch Morgana und Igraine solange bekämpft hatten, würde gebrochen werden. Und dennoch hatten alle drei…

21 – Die letzte Schlacht

Der König war stolz auf die Verschanzung, die seine Truppen ausgehoben hatten. Nächtlich durch das Hügelland aus südlicher Richtung heranreitend hatten sie einen guten Blick auf auf die gesamte Anlage. Doch wie sollte man das übersehen? Im frühesten Morgengrauen glühten die Wälle noch rötlich, berührten den grauen Himmel mit ihrem rötlichen Glühen. Arthur kannte diese…

20 – Das Lied von der kleinen Welt

Vom Schönen werde ich singen. Ich singe.Die Welt, noch einen Tag.Ich denke viel nach,Und ich meditiere.Ich werde zu den Barden der Welt sprechen,Denn mir ward nicht gesagtWas die Welt hält,so dass sie nicht ins Leere fällt.Oder wenn die Welt untergehen sollte –Wohin würde sie fallen?Wer würde sie fangen?Die Welt, ihre Wiederkunft,nachdem sie welkte,die Wiederkunft im…

19 – Brans Rückkehr

Rennende Schritte, gedämpft von tiefem Schlamm. Spritzendes Wasser. Das Gebell halbwilder Hunde mit rot glühenden Augen. Genauso gut könnten es Wölfe sein. Die Schatten der geduckten Häuser mit den dreieckigen Dächern, Reißzähne in der Nacht. Sie sprinteten zwischen solch einer Häuserreihe, ein wenig abseits der gewalzten Hauptstraße. Rufe. Von hinten, bei der wuchtig aufragenden Festung,…

17 – Das Todeslied von Aeddon Mor

Unruhig ist die Insel des Lobpreises von Hu, die Insel des strengen VergeltersMona von den guten Schalen, Mona von der Männlichkeit. Menei die Tür.Ich trank Wein und Honigbrand mit dem Bruder, der nun fort ist.O allumfassender Herrscher, eines jeden Königs Ende, O großer Zerstörer.Traurig ist der Dekan, da der Erzdiakon beerdigt ist.Es gab und wird…

18 – Gaulehads Aus-, Lanzelots Rückzug

Eine winzige Abtei thront über Klippen, tief unten tobt das Meer. Eine Kapelle nur, einige Quartiere, ein Refaktorium, und einige Räume mit dem Nötigsten, was es für stille Exerzitien braucht. All die Räume aus rotbraunen Steinen gruppieren sich um einen kleinen Garten im Zentrum, wo ein paar Rosenbüsche stehen. Ein Ort, wie er friedlicher nicht…

15 – Das Diamanten-Turnier

„Diese Zeiten geben Grund zur Sorge“, sagte der König. Er stand, auf die Zinnen des inneren Walls gelehnt, nahe des Turms, den Myrrdin Wylt bewohnt hatte und blickte über die abendliche Stadt. „Die Ritter halten mich für schwach. Und dann dieser schmähliche Verrat…“ Rauchsäulen erhoben sich über den Dächern. Graues Abendlicht erhellte im Westen einen…

14 – Ein Gang zwischen Bäumen

Vivienne schlendert verträumt über die weichen Wiesen zwischen den schlanken Stämmen des lichten Forstes von Gwent. Über einen wolkengleichen Teppich aus Nadeln. Durch raschelndes Laub.Schmetterlinge, leuchtend Blau. Der Gesang einer Drossel. Wie viele solche Gänge hatte sie hier über die vergangenen Mondzyklen mit Myrrdin getan. Sie hatte diese Zeit, auch wenn eine innere Stimme sie…

13 – Fragen ohne Antwort

Der in eine graue Kutte gehüllte Pilger hatte Peredur in eine abgelegene Kapelle geführt, tief in einem urtümlichen Wald im engsten finstersten Tal. “So sieht man sich wieder“, hatte er gesagt, als er aus den Schatten alter Erlen an den Verzweifelten heran getreten war. Der Wandernde hatte Peredur gefunden, als dieser am Ufer eines grünen…

12– Das zweite Schwert

Bereits den dritten Tag saßen sie in dieser Dunkelheit fest. Das ist, wenn sie richtig gezählt hatten. Denn ihnen war nichts geblieben, als die Gewohnheiten ihres Kerkermeisters zu beobachten, und daraus Schlüsse zu ziehen. Er fraß, er rülpste, er pfurzte. Er zog aus, um irgendwo ein paar Schafe zu pflücken, oder ans Meer, wo er…